Kreatives

Schnipp schnapp ...

Himmelblau und Sommerbunt - 9 Februar, 2012 - 08:19
... nicht nur Stoff kann man schneiden. Manchmal falle ich auch über Papier her. :-) Ich bin zwar keine professionelle Scrapperin, da der Tag nun mal nur 24 Stunden hat und man darin einfach nicht alles unterbringen kann, was Spaß machen würde und schön aussieht. Aber zu gegebenem Anlass bediene ich mich trotzdem gern mal am Scrapbooking-Regal des Lieblingsbastelladens. ;-)Einen Anlass, die Schere zu schwingen, bietet dieser Sonntag: Wir werden die Kindersegnung unseres Junikäferchens feiern. (Falls sich jemand fragt, was das ist: unsere Alternative zur Taufe. Wir möchten zeigen, dass wir dankbar sind für dieses wunderbare Kind und dass es uns wichtig ist, es im Glauben aufwachsen zu lassen. Für eine Taufe soll es sich jedoch selbst entscheiden können, wenn es verständig genug dafür ist und das möchte.) Ein paar liebe Leute sind dazu eingeladen, und das natürlich mit Stil. :-)
So sieht sie aus, unsere Einladung zur Feier. Mal ganz in Rosa. Ich finde nicht, dass das zwingend notwendig ist, wenn es um ein kleines Mädchen geht. Aber ich fand die kleinen Händchen-Brads so süß, dass der Rest sich anpassen musste. :-)
Das Basteln ging dieses Mal recht fix. Und dafür bin ich meinem lieben Mann dankbar, der mir vor einer Weile mal, einfach weils grad da war, das vom Einkaufen mitbrachte:

Wie schön, wenn "Mann" weiß, wie er seiner Frau eine nützliche Freude machen kann. Spart viel Arbeit mit Bleistift, Lineal und Schere und damit auch eine Menge Zeit. Die langweiligen Vor- und Nacharbeiten bei der Gestaltung von Papierbasteleien kann man ja ruhig ein bisschen abkürzen. :-)
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"Lesestoff" ...

Himmelblau und Sommerbunt - 5 Februar, 2012 - 13:35
... kann man auch so interpretieren:
Das ist eine Hülle für einen E-book-Reader. Mal schick und nicht gar so verspielt, denn sie soll ein Geburtstagsgeschenk für die Freundin meiner Mutter werden. Pünktchen sind trotzdem wieder dabei, aber nicht, weil ich nicht ohne kann, sondern weil das einfach der farblich passendste Stoff war, den ich finden konnte. Leider kommen die Farben nicht so harmonisch rüber wie sie wirklich aussehen. Das Webband ist gar nicht so grell. Egal, einen Eindruck von dem Ganzen kann man gewinnen - vor allem die Bestellerin, die das Werk absegnen muss, bevor ich es auf den Weg schicke. :-)
Als Außenstoff wurde lilafarbener Samt vom Schweden benutzt. Webband und gepunktetes Klappenfutter fanden sich beim Nähstübchen Emily. Im Taschenbereich ist die Hülle ganz displayfreundlich mit Mikrofaser gefüttert (also, zum Geschirrtrocknen hat's Baumwolle immer getan, aber nützlich finde ich Mikrofasergeschirrtücher trotzdem ... ;-) ). Zur Verstärkung und zum zusätzlichen Schutz liegt zwischen den Stofflagen eine Schicht leichtes Volumenvlies. Eine Gummikordel hält die Klappe geschlossen.Das Maschinchen hat alles ganz brav genäht. Dass Samt etwas eigenwillig ist, ist ja nicht seine Schuld. Damit muss ich halt umgehen können. :-)
Ich hoffe sehr, dass das Ergebnis der Arbeit bei der Empfängerin gut ankommen wird. Und dass es passt, denn ich konnte mir nur die Maße verschaffen, aber nicht den Reader zum Probieren. Na, wird schon gehen.
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Endgültig vorbei ...

Himmelblau und Sommerbunt - 31 Januar, 2012 - 14:39

... ist die Weihnachtszeit nun auch bei Himmelblau und Sommerbunt. :-) Endlich hab ich es geschafft, einen neuen Header zu basteln - in kühlen Blautönen. Denn der Winter hat uns jetzt erstmal fest in seinem eisigen Griff. Und das, wo doch gleich nach Weihnachten bei mir die Frühlingssehnsucht ausbricht. Ob's wenigstens noch ein bisschen schönen Schnee zur Kälte geben wird? (Obwohl, wenn ich mir's recht überlege ... Kinderwagenschieben bei Schnee ... oder Tragetuch bei großer Kälte ... hm ... ) Na, wir müssen sowieso nehmen, was kommt. Und dann machen wir das Beste draus und genießen wahlweise die Schneelandschaft, die Wintersonne oder das schöne Gefühl, wenn man aus düsterer Kälte ins Warme kommt. ;-) Und irgendwann kommt dann auch der nächste Frühling ...
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Ich nähblogge wieder!

Himmelblau und Sommerbunt - 30 Januar, 2012 - 15:47
Ja, jetzt kann ich dank neuer Maschine wieder Genähtes zeigen. Wobei der größere Teil dieser Kollektion noch auf der alten Maschine entstanden ist. Aber ich fand, dass ich mit dem Zeigen warten sollte, bis alle zugeschnittenen Teile dieser Sorte fertig sind. Lauter gleiche Sachen und für jedes Teil ein eigener Post - das wird irgendwann langweilig. :-)
Na dann, hier ist Emilias Amelinchen-Kollektion:




Wie gesagt, fast alles noch mit der alten Nähmaschine. Schrift und Blütenstiel sind einfach genäht. Bei der Vogelapplikation gab die neuere alte Maschine auf, so dass ich noch mal die ganz alte ausgekramt und mit der fertig appliziert habe. Das Quietschen und Rattern war allerdings kaum zu ertragen und mein Mann war heilfroh, als ich aufgab. (Ob mir das zur neuen Maschine verholfen hat?) :-D Die "Ersatzspielerin" von der lieben Claudia wollte auch nicht so recht (Hätte ich nicht 5 Jahre lang problemlos auf einer simplen Privileg genäht, würde ich mich so langsam fragen, obs an mir liegt ...), so dass die Neue mit der Fertigstellung des roten Amelinchens und der grünen Hose ihren Einstand geben durfte. Hach, schön wars. Noch nie war das Nähen so angenehm. :-)
Noch ein Modelfoto. :-) Ich finde, in diesen Ballonhosen sieht der Windelpopo so besonders knuffig aus. :-)Die Hosen sitzen schön weit und plusterig am Kindlein, obwohl sie um einige (viele) Zentimeter enger gemacht wurden. Sonst hätte ich keine Chance, ein Bündchen dranzukriegen, das der schmalen "Taille" unseres Minimädels entspricht.
Stoffe: Eulencord, Bündchen und geblümter Jersey von Emilys Nähstübchen, roter und hellgrüner Baumwollsweat aus dem Atelierverkauf bei Kapuun
Ach, noch ein paar Wörtchen zum neuen Pferd im Nähmaschinenstall: Ich bin begeistert! Zunächst hatte ich eigentlich eine reine Nähmaschine gewollt, weil ich die Befürchtung hatte, dass bei einer Kombimaschine der Nähkomfort zu wünschen übrig ließe und ich mich dann wieder mit Macken rumschlagen müsste. Was ich ja nun gerade nicht will, wenn ich mir schon eine neue Maschine kaufe. Erfahrene Verwenderinnen des gleichen Modells konnten aber von durchweg guten Erfahrungen berichten. Und die kann ich nur bestätigen. Alles, was ich bisher genäht habe, ging problemlos und weit angenehmer, als ich es gewohnt bin. Da ich bisher nur auf (grob-)mechanischen Geräten genäht hatte, faszinieren mich ja auch die ganz einfachen technischen Details. Hach, was man da alles mit einem einfachen Tastendruck machen kann! Das Maschinchen surrt leise und schneidet -schnapp- automatisch den Faden ab, und dergleichen. :-)Die Dekorstiche haben auch was. Ich könnte zwar auch ohne leben, aber wo sie nun mal da sind ... Ich kann sogar kleine Krokodile nähen! Verständlich, dass die Kinder hin und weg waren und ich sie ständig daran hindern musste, förmlich mit der Nase unter die Nadel zu kriechen. Einen Stich nach dem anderen musste ich ihnen vorführen. Und dabei habe ich noch nicht mal gestickt! :-)Doch, ich denke, die Innovis 950 und ich werden noch viel Freude miteinander haben.
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Es ist so weit ...

Himmelblau und Sommerbunt - 27 Januar, 2012 - 20:20
... Heute habe ich es glücklich nach Hause getragen: Mein neues Maschinchen! Da ist es:
Ich fange klein an. Ein größeres kann später immer noch werden. Erstmal muss ich mich mit der Maschinenstickerei ja noch anfreunden und mir das entsprechende Zubehör zulegen. Die Näherei hab ich im Geschäft schon ausprobiert, und zwar mit dem fiesesten feinen, stark dehnbaren Jersey, den ich habe. Ging besser als mit allen Maschinen, die ich vorher hatte. Das Nähen sollte also künftig noch mehr Spaß machen.
Gekauft hab ich das gute Stück beim Nähmaschinenservice Mathias Jakob, quasi gleich bei uns um die Ecke. Ein sehr angenehmes Einkaufserlebnis, kann ich nur empfehlen. Man wird ehrlich beraten, kann ausprobieren, auch verhandeln ;-) und geht am Ende von seinem Kauf überzeugt und nicht zum Kauf überredet nach Hause. War auch gut, dass ich das Schätzchen vor Ort erstanden habe. Denn passieren kanns einem beim Kauf im Netz auch, dass mal was vergessen wird einzupacken. Wenn man dann zu Hause vergeblich das Netzkabel sucht, kann man nicht noch mal losflitzen, es holen und damit das produktive Wochenende retten - so wie ich heute. :-D
So, Maschine steht da, Gewerbe ist auch erfolgreich angemeldet. Dann kanns auch schon fast losgehen. Jetzt muss ich mich nur noch mit der neuen Technik auseinandersetzen. Ich bin da ganz vorsichtig, will ja nix kaputtmachen an meiner neuen Errungenschaft. Ich geh dann mal Handbuch lesen ...
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Waaahhh...

Himmelblau und Sommerbunt - 17 Januar, 2012 - 19:44
... Ich überhole mich irgendwie grad selbst und fühle mich etwas überfahren von meinen eigenen Plänen. Alles fing damit an, dass meine Nähmaschine mal wieder nicht will. An sich nichts Neues. Reparaturmöglichkeiten wurden diskutiert und ich verkündete meinem Mann, dass ich jedenfalls auf keinen Fall wieder eine günstige neue kaufe. Lieber irgendwie sehen, wie ich mit dieser noch ein bisschen weiter komme. Was hoffentlich ja geht. Denn ohne Nähen, nee, das kann ich mir eigentlich nicht mehr vorstellen ... Und dann, wenn ich mal groß bin ;-), kaufe ich mir eine richtig feine Nähmaschine. Woraufhin mein Mann, bei dem ja fast immer ein Laptop griff- und arbeitsbereit steht, anfing, in Sachen feine Nähmaschinen zu recherchieren. Wir schauten so einige an und mir gefiel die Idee, sowas zu haben, nicht schlecht. Mein Mann schien auch nicht abgeneigt. Aber OK, erstmal nachfragen, was mit der Alten noch anzufangen wäre. *seufz*Am nächsten Tag also ins Nähmaschinengeschäft. Herausgefunden, dass das Nachschauen € 25 kostet und es für billige Nähmaschinen sowieso keine Ersatzteile gibt. Ausführliches Beratungsgespräch geführt und noch mehr feine Nähmaschinen angeschaut. *seufz*Überlegt und überlegt. Ich könnte ja tatsächlich mal versuchen, was mir schon länger im Kopf rumspukt, und ein Gewerbe anmelden. Dann könnte ich mir vielleicht ein bisschen was zum Traummaschinchen dazuverdienen. Und außerdem gibts momentan dank Käferchen noch Elterngeld. Da wir in einigen Monaten sowieso ohne das auskommen müssen, könnten wir ja schon mal etwas eher anfangen, das zu üben und es investieren ... Gut, machen wir.Nach fruchtbaren Diskussionen mit anderen Gewerbe- und Maschineninhaberinnen habe ich mich überzeugen lassen, dass eine Stick- und Nähmaschine eine feine Sache wäre, vor allem, wenn man seine Werke unter die Leute bringen möchte. Und dass eine solche auch durchaus gute Nähergebnisse bringen kann und einen nicht mit Macken ärgern muss. Die Anschaffung einer solchen ist also beschlossen.Außerdem liegt hier eine Telefonliste bereit, die ich abarbeiten werde, um die Gewerbeanmeldung möglichst stressfrei über die Bühne zu kriegen. Dafür habe ich gaaanz viele sachdienliche Hinweise von Claudia bekommen. Ich möchte ihr auch hier noch mal dafür danken wie verrückt! Das ist alles andere als selbstverständlich, hört man doch in der Bloggerwelt so viel von Neid, Missgunst und Konkurrenzangst. Und der absolute Hammer ist: Die liebe Claudia hat sich heute morgen kurzerhand ins Auto gesetzt und mir ihre Ersatzmaschine für Notfälle gebracht, damit ich den Kauf der neuen Maschine und die Gewerbeanmeldung in aller Ruhe abwickeln kann und in der Zwischenzeit keine Entzugserscheinungen bekomme. Was sagt man dazu? DANKE! Der gemütlich verquatschte Vormittag war ein sehr nettes Nebenprodukt dieser Aktion. ;-)
Nebenbei geht der ganz normale Alltag weiter. Käferchen musste sich heute mal wieder in Sachen Gesundheit pieksen lassen. Gewogen wurde es auch. Es hat innerhalb des letzten Monats 500 g zugelegt. Eine tolle Leistung für unser zartes Mädelchen. Es versucht mit wachsendem Erfolg, sich durch die Wohnung zu bewegen und es braucht neue Sachen. Dank Claudia kann ich die begonnene neue Kollektion nun auch fertig nähen. Dann gibts wieder Bilder. :-)
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Was lange währt ...

Himmelblau und Sommerbunt - 13 Januar, 2012 - 22:33
... muss doch endlich mal ein Ende finden. Das heißt, in dem Fall eigentlich die längst fällige Fortsetzung. Ihr versteht Bahnhof? Also, es geht um das Nähfreundebuch zur Wimpelaktion von amberlight. Vor nunmehr vielen Monden landete es eines schönen Nähbloggertreffens bei mir. Kugelrund war ich zu der Zeit noch. :-) Ich mag es, solche Seiten auszufüllen und stürzte mich auch gleich darauf, als ich daheim ankam. Dann fehlte noch ein schönes und halbwegs aktuelles Foto von mir. Dafür sorgte amberlight mit einer kleinen Session beim nächsten Nähbloggertreffen. Und dann ... Ehrlich gesagt, ich weiß selber nicht, warum das Büchlein so lange hier hängengeblieben ist. Wohl aufgrund einer Kombination aus Stilldemenz und besonderer Beschäftigungslage mit neuem Familienmitglied. Dabei war ich schon lange bereit, es weiterzugeben.
Bis in unseren Flur ist es auch schon mal gelangt, als wieder ein Bloggertreffen anstand. Dann kam es von allen Seiten: "Mama, wo gehst du hin?" "Nein, Mama, du sollst dableiben!" "Mamaaa, ich will miiiit!" ... Nur das Buch hat nix gesagt. Hätte es mal besser ...Nachdem ich nun auch noch beim letzten fest eingeplanten Nähbloggercafé 2011 doch verhindert war, habe ich das Buch dem Götterboten zum Weitertransport übergeben. Der hat es auch schnell und zuverlässig zur nächsten Wimpelnäherin gebracht. Es darf sich also jetzt eine Weile im Königinnenreich aufhalten.Und ich schäme mich noch ein bisschen, weil ich so eine schöne Sache so lange aufgehalten habe.
Ach ja, bevor ich mich in die Ecke stelle, muss ich aber noch was erledigen. Bei wem das Büchlein Station gemacht hat, der soll auch einen kleinen Einblick in sein Nähreich gewähren. Meins ist eine kleine Ecke unseres Schlafzimmers. Ich zeige sie hier mal im Idealzustand:Die Fotos sind entstanden, als ich es mir kurz vor Junikäferchens Geburt so eingerichtet hatte. Und nein, das sind nicht alle meine Stoffe auf dem Bild. Ich habe gerade ein weiteres Regal geordert. :-)
Da wenig später das Käferchen mit in unser Reich eingezogen ist, waren die Tage des gemütlichen Nähens hier erstmal wieder gezählt. Anfangs klappte es noch, da schlief Emilia beim Geräusch der Nähmaschine beinahe besser als ohne, aus Gewohnheit wahrscheinlich. Aber irgendwann wächst die Neugier auf alle Vorgänge in der Umwelt, und dann funktioniert das eben nicht mehr. Seitdem verwüste ich wieder das Wohnzimmer, wenn ich zu Stoff, Schere und Nähmaschine greife. ;-) Aber es werden auch wieder andere Zeiten kommen. Heute fand erstmal der Umzug des Kindleins vom Stubenwagen ins Gitterbettchen statt. Und irgendwann winkt dann auch das Kinderzimmer ...
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Verschenkt ...

Himmelblau und Sommerbunt - 8 Januar, 2012 - 17:31
... wurden zu Weihnachten selbstverständlich so einige selbstgemachte Sachen. Weihnachtsbaum und Deko haben dieses Wochenende wieder ihren Jahresurlaub angetreten. Also schnell noch die Werkeleien gezeigt, bevor das letztjährige Weihnachtsfest gar kein bisschen mehr aktuell ist. Es kann schon mal etwas dauern, bis alle Fotos bearbeitet sind. ;-) Die Qualität ist leider nicht so berauschend. Die Kamera hat eine Kinderattacke nur knapp überlebt, aber Blessuren davongetragen. Mal geht sie und mal geht sie nicht. Wenn man Glück hat, muss man ganz schnell fotografieren, egal wie. Da Kreativbloggen ohne Fotos nix ist, steht damit auch mein diesjähriger Geburtstagswunsch fest: es wird auf eine neue Kamera gespart.Aber das war ja eigentlich gar nicht das Thema. :-) Hier sind die verschenkten Nähereien:

Ein "Amelinchen" (Farbenmix) in 74/80 für unser 2011er Wichtelkind. Es wird schon begeistert getragen - von einer kleinen Amelie! :-)
Eine "Gretelies" in klein für unser 2008er Wichtelkind. Mit Portemonnaie und natürlich zum Wenden. Aber wer will das schon, wenn auf einer Seite 'ne Kitty drauf ist. ;-)
Das Wichtelkind hat auch 'ne große Schwester. Die bekam ein kleines Täschchen mit 'nem bissel Kram für große Mädchen.
Für Mama gabs dieses Jahr kein neues Weihnachtskleid, aber für Mathilda. Die wächst ja noch. :-) Eine "Oona" (Farbenmix) mal wieder. Hat fast nix gekostet. Die Stoffe sind lauter Reste.
Eine Tasche für meine Schwägerin. Außen einfarbig mit den hübschen Vögeln von Blaubeerstern, innen mit kleiner Seitentasche und etwas bunter für die Frühlingslaune.
Für meinen hauseigenen Linuxexperten eine Hülle für den Palm. Selbstverständlich mit Pinguin. (Schwarz-Weiß gabs nicht. ;-) ) Die Außenseite besteht aus echtem DDR-Jeans aus Muttis Fundus. So steif, dass man sich wahrscheinlich nicht hinsetzen könnte, trüge man eine Hose daraus. Aber für schützende Hüllen oder Taschen genau richtig.

Und nochmal Täschchen, dieses Mal für die Großelternpaare. Was soll man immer verschenken? Wirklich gebraucht wird ja nichts. Aber eins wollen sie immer: Fotos von den lieben Enkeln zum Angeben. :-) Dazu gabs gleich eine Umhüllung, damit man sie unbeschädigt einstecken und dann trotzdem leicht rumreichen kann.
Das wars für dieses Mal. Jetzt gehts an ein neues Jahr mit neuen Projekten. In den Fingern juckts schon. Es sind ja auch einige neue Nähutensilien dringend zu nutzen. ;-) Ich warte noch auf Zeit und einen Energieschub in dieser düsteren Zeit ...
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Pilzglück ...

Himmelblau und Sommerbunt - 6 Januar, 2012 - 13:30
... hatte ich kurz vor Weihnachten bei Regina im Königinnenreich! Vor Weihnachten hats dann mit der Ankunft des Gewinns doch nicht mehr geklappt (meine Schuld, da ich wegen Erkältungserscheinungen bei mir und Unleidlichkeit beim Minikind nicht zum eigentlich eingeplanten Nähbloggertreffen gehen konnte). Aber das macht nichts. Der Pilz darf einfach noch ein bisschen hier rumhängen. Steht ja nicht "Weihnachten" dran, oder? ;-) Und die süßen Accessoires zur Weihnachtsbäckerei gehen bestimmt auch nächstes Jahr noch (wenn ich sie gut aufräume, ansonsten landen sie umgehend in Mathildas Küche :-) ).


Ich bedanke mich hiermit noch mal gaaaanz herzlich bei Regina für die tolle Verlosung und bei der Inhaberin der Schönhaberei für die Bereitstellung der Gewinne! Dort werde ich sicher bei Gelegenheit wieder vorbeischauen, denn da gibts viele Dinge, die das Herz höher schlagen lassen, wenn man es eben gern schön hat.
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Zum Augenblicke möcht ich sagen: ...

Himmelblau und Sommerbunt - 4 Januar, 2012 - 21:21
... Verweile doch, du bist so schön!
Auch wenn der "Faust" nicht gerade zu meinen Favoriten unter den literarischen Werken gehört, bin ich auf meinem Bildungsweg nun mal nicht daran vorbeigekommen. Nein, ich musste mitten durch, und ein bisschen was ist dabei auch hängengeblieben. Obiges Zitat drängt sich in besonders herzerwärmenden Zeiten immer wieder in meinen Kopf.
Eine solche Zeit waren für uns die vergangenen Feiertage. Natürlich gabs eine schöne Bescherung, leckeres Essen und was halt sonst so dazugehört.
(Ja, natürlich ist dieses dichte und gleichmäßig kegelförmige Exemplar ein künstlicher Baum. Nach einigen eher unschönen Erlebnissen mit echten Tannenbäumen sind wir erstmal dabei gelandet. Hach, eigentlich hätte ich aber gern mal wieder einen echten. Nur ganz klein, damit man nicht dauernd anstößt ... Nächstes Jahr vielleicht ... )
Diese wunderbaren Sachen habe ich von meinem lieben Mann bekommen. Sie sind schon zum Einsatz gekommen und erhöhen den Nähspaß ganz erheblich.
Wir durften uns alle über liebevoll ausgesuchte Geschenke freuen und ein paar weitergeben. Aber das war nicht das Schönste.
Wirklich genossen haben wir es alle, einfach mal locker in den Tag hinein zu leben. Den halben Tag im Schlafanzug, Frühstück erst zur Mittagszeit, keine Uhr, die einem mahnend im Nacken sitzt, Schokolade essen - viel Schokolade, jedenfalls weit mehr als sonst erlaubt ist ... herrlich. (Aber auch gut, dass es nicht das ganze Jahr so geht. ;-) )
Unser absoluter Höhepunkt dieser Tage war die Freude an den Kindern. Wenn sie auch durch den ungewohnten Trubel etwas wild waren, konnten wir Eltern uns doch so oft herzlich an ihnen freuen, uns einfach in die Augen sehen und wissen - die haben wir (mit Gottes Hilfe ;-) ) gut gemacht. Es ist einfach so gut zu erfahren, wie sie sich auch gegenseitig schätzen und lieben. Da tanzten Mathilda und Raphael in inniger Umarmung durchs Wohnzimmer, bis sie umfielen und sich auch darüber köstlich amüsieren konnten. Da lachte Emilia sich schier kaputt über die Faxen der Geschwister. Da lagen alle drei gemeinsam strampelnd auf dem Boden und freuten sich des Lebens. Einfach zu schön!
"Guck mal, Mama, ein Knuddelhaufen!"
Auch Emilia zu beobachten ist eine Freude und zeigt einem doch die Flüchtigkeit des Augenblicks. Nachdem sie vor Weihnachten eine etwas anstrengende Zeit durchmachte, hatte sie wohl pünktlich zum Fest den Schub überwunden und war fröhlich, ausgeglichen und ziemlich verändert. Wie bewusst sie auf einmal am Familienleben teilnimmt! Wie sie es genießt, Stück für Stück den Fußboden zu erobern! Wie sie begeistert ihren Brei verspachtelt! Hach, soo süß, kann sie nicht einfach immer so bleiben?! Nein, kann sie natürlich nicht. Und es werden andere tolle Zeiten kommen. Trotzdem, manchmal möchte man so Augenblicke schon gern festhalten ...
Ja, wir haben viel Gutes erlebt und gehen deshalb voll Dankbarkeit ins neue Jahr. Wir hoffen, dass es ein gutes Jahr wird, zum Freuen und Freude weitergeben. Das wünsche ich auch von Herzen allen Bloglesern!
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Christkind oder Weihnachtsmann - mal anders

Himmelblau und Sommerbunt - 3 Januar, 2012 - 14:12
So, bevor ich zur weihnachtlichen Nachlese komme, für die noch Fotos zu bearbeiten sind, hab ich wieder mal einen lustigen Spruch von Raphael für alle, die was zum Lachen brauchen. Folgendes Gespräch ergab sich kürzlich bei uns:
Mama erzählt: "Der Jo (mein Bruder) wollte als Kind immer Pilot oder Pfarrer werden."Raphael: "Was ist ein Pfarrer?"Mama: "Sowas wie ein Pastor, aber in der Kirche."Raphael: "Und was macht der?"Mama: "Sonntags predigt der und er kümmert sich auch sonst um die Gemeinde."Raphael: "Warum gehen wir nicht in die Kirche?"Mama: "Na, weil wir eine andere Gemeinde haben, wo es uns gefällt."Raphael: "Warum?"Mama: "Tja, weil es in der Kirche leider Pfarrer gibt, die selber gar nicht wirklich an Jesus glauben."Raphael: "Und was predigen die dann - etwa vom Weihnachtsmann?!"Tja, Christkind oder Weihnachtsmann, das ist hier die Frage. :-D
(Nur noch ein Nachtrag: Ich möchte hier natürlich niemanden verletzen. Ich bin überzeugt, dass man auch in der Kirche eine geistliche Heimat finden kann. Und ich kenne überzeugte gläubige Pfarrer, die mit ihrem Leben hinter ihrem Reden stehen. Ich persönlich habe es aber während meiner Kindheit auch anders erlebt und es hat sich daher ergeben, dass wir eher freikirchlich geprägt sind.)
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Nur noch einmal schlafen ...

Himmelblau und Sommerbunt - 23 Dezember, 2011 - 21:51
... dann ist Weihnachten! Die Adventskerzen sind schon weit heruntergebrannt, der Weihnachtsbaum steht geschmückt im Wohnzimmer, einige Leckereien wurden herangeschafft, Geschenke gebastelt und gekauft ...




Die Kinder liegen schlummernd in ihren Betten. Mathildchen, das für Weihnachtsfotos sein neu genähtes Kleidchen schon mal probieren durfte, war müde, wollte aber am liebsten gar nicht schlafen vor Aufregung. Raphael genauso. Ich dagegen hoffe, dass ich diese Nacht endlich mal wieder schlafen kann. Die letzten Handgriffe für den Heiligabend würde ich gern ausgeschlafen tun und auch das Fest mit unseren Lieben bei Bewusstsein genießen. Ich hoffe das Beste und packe jetzt noch schnell die Geschenke ein.

Nein, halt, eins fehlt noch:

... für all die lieben Leser! Danke, dass ihr in dieses Stückchen von unserm Leben reinschaut! Habt ein wunderbares Weihnachten!
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Vorzeigbar ...

Himmelblau und Sommerbunt - 19 Dezember, 2011 - 15:05
... ist momentan nicht alles, was man so werkelt. Nicht aus ästhetischen Gründen natürlich. ;-) Nein, in der Weihnachtszeit gibts eben die eine oder andere Heimlichkeit. Außerdem ist auch so einiges zu tun, was man nicht im Blog präsentieren kann. Wie zum Beispiel, wenn die Tages- und Nachtbeschäftigung größtenteils daraus besteht, ein unglückliches Minikind zu bespaßen oder zum Schlafen zu bringen. *gähn* (Aaalles nur eine Phase ... hoff ich doch ...)
Das Minikind selber ist allerdings immer vorzeigbar. Und deswegen zeige ichs mal wieder, in einer neuen Zwergenmütze von Mama:Ein eher seltener Anblick im Blog: Auch der Zwergenpapa ist mal zu sehen. :-) Beim Kind fällt mir besonders auf, dass die Theorie wohl stimmt, dass Fotos immer gleich 5 kg zur Figur dazumogeln. Irgendwie wirkts mal wieder viel kompakter, als es ist. Gerade heute wurden die neuesten technischen Daten erhoben, die mit 5950 g und 64 cm im Alter von 6 Monaten tatsächlich gut zu einem Zwerglein passen. :-D
Das Mützlein ist nach einem Freebook von Schnabelina genäht (erhältlich bei Farbenmix), allerdings nur ganz grob. Ich musste den Schnitt ziemlich stark anpassen, damit eine sinnvolle Form fürs Käferchen dabei rauskommt. Gerade jetzt im Winter soll eine Mütze ja möglichst viel vom Köpfchen wärmen. Und da unser Kind einen ausgeprägten Hinterkopf hat, mussten nach vorn einige Zentimeter dazu. Dafür waren an der Unterkante einige zu viel. Also bissel gebastelt und jetzt passts sehr schön. Und kuschelig ist es auch - außen Nicky, innen roter Jersey.
Hach, ich könnte das Zwerglein pausenlos knutschen. :-D
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Gut zu Hause angekommen (Hausgeburt in Bildern)

Himmelblau und Sommerbunt - 9 Dezember, 2011 - 09:16
Ja, unser Junikäferchen ist gut bei uns angekommen. Gestern war es nun schon wieder ein halbes Jahr, seit Emilia ins Familienleben geschlüpft ist. Und es ist, als wäre sie immer da gewesen. Für uns, und für sie wahrscheinlich auch. Es geht ihr wohl gut bei uns, denn sie ist ein fröhliches kleines Käferchen und liebt ihre Geschwister, insbesondere den großen Bruder, über alles.

Nach 6 Monaten habe ich hoffentlich genügend Abstand, um hier über Emilias Geburt zu berichten, ohne dass der Post untragbare Ausmaße annimmt, da die Erinnerung noch allzu lebendig und detailliert ist. :-) Lang wirds trotzdem mit den ganzen Bildern. Aber es wird ja keiner zum Lesen gezwungen ;-) und viele fragen doch immer wieder sehr interessiert nach, wie das so ist mit einer Hausgeburt. Also dann:
Wie es begann, wissen die treuen Blogleser. In der Gewitternacht vom 6. zum 7. Juni wurde ich zum Auslaufmodell. Ich tröpfelte munter vor mich hin und rief dann mal die Hebamme (Larissa Schlenker vom Geburtshaus Dresden) an. Gemeinsam beschlossen wir, dass sie herkäme. Ich hatte zwar noch keine Wehen, aber 3. Kind und so weiter ... Man weiß ja nie, wie schnell es geht. Larissa bekam ein Lager im Kinderzimmer eingerichtet, und da schlief sie dann. Ich legte mich auch wieder ins Bett, zusammen mit Mathilda, die gemerkt hatte, dass sie Gesellschaft bekam und dann unbedingt zu mir wollte.Meine Erwartung war, dass dann bald Wehen einsetzen würden und ich spätestens im Lauf des Vormittags unser Baby im Arm halten würde. Halt ungefähr wie bei den anderen beiden. Aber erstens kommt es anders ...Ich muss wohl trotz der Aufregung eingeschlafen sein. Denn als ich wieder zu mir kam, war es hell draußen und ich fühlte mich irgendwie im falschen Film. Nix Baby kriegen. Im Bauch herrschte absolute Ruhe. Das wurde mir etwas unheimlich, so dass ich die Hebamme zum Horchen wecken ging. Ergebnis: Alles prima, Baby schläft friedlich. Klar, so gehört sich das auch morgens um 5. Dafür wachte Mathilda auf. Damit war an Ruhe nicht mehr zu denken. Larissa fuhr noch mal nach Hause zum Schlafen, um für alles Kommende fit zu sein. Wir blieben tagsüber in Telefonkontakt. Bevor sie ging, hat sie mir noch das empfohlen:
Was die Verdauung anregt, kann auch Wehen anregen. Normalerweise trinkt man ein Glas pro Tag. Larissa meinte großzügig: "Och, trink ruhig die ganze Flasche." Dafür musste eine besorgt werden. Ich stellte mir das so vor, dass ich mit meiner Mutter, die sich schon als Enkelbetreuerin im Geburtsfall bei uns eingerichtet hatte, halt mal zu dm fahre. Meine Familie war dagegen. Wieso bloß? Mir war doch einfach nur langweilig. Ich ließ dann trotzdem Jan einkaufen gehen.Als Raphael, der von der Anwesenheit der geliebten Larissa gar nichts mitbekommen hatte, aufwachte und hörte, dass das Baby bald kommen will, wollte er natürlich nicht in den Kindergarten und durfte zu Hause bleiben.Der Tag verging. Ein komischer Zwischenzustand irgendwie. Man wartet und langweilt sich und hat doch nicht die Nerven, eine sinnvolle und länger dauernde Tätigkeit anzufangen. Weil man ja nie weiß ...Ich ernährte mich von Pflaumensaft und Wehentee. Am Nachmittag machten Jan und ich noch einen Spaziergang zum Garten. Das Wetter war schwülheiß, aber egal, Hauptsache laufen. Das hat sonst immer Wehen gebracht. Dieses Mal brachte der Ausflug nichts außer einem frischen Sommerblumenstrauß. Also hieß es weiter warten. Mit Vanilleeis und Erdbeeren geht das besonders angenehm. :-) War ich froh, nicht im Krankenhaus zu sein! Denn dort hätte ich wohl meine Zeit damit verbracht, mich abwechselnd zu Tode zu langweilen und unerwünschte Einleitungsversuche abzuwehren ...

Auch Nichtstun macht irgendwann müde. Am frühen Abend warteten wir immer noch. Gemeinsam mit der Hebamme entschieden wir, dass ich versuchen würde, noch ein bisschen zu schlafen. Gegen 22.00 Uhr wollte sie dann vorbeikommen und, falls bis dahin nichts geschehen würde, die härteren Geschütze auffahren, die Hebammen noch so auf Lager haben.
Für die zukünftigen großen Geschwister wars auch Zeit schlafen zu gehen. Die waren natürlich total aufgeregt. Erst wollten sie so gemeinsam auf der Matratze schlafen. Sie fanden aber nicht zur Ruhe und landeten dann doch jeder in seinem eigenen Bett. Was mir auch lieber war, denn Raphael hatte sich gewünscht, zur Geburt geweckt zu werden. Mathilda sollte aber besser weiter schlafen.

Im Schlafzimmer konnte ich dann wirklich noch mal etwas ausruhen, begleitet von Lavendelduft. Ich hatte mir eine Pflanze fürs Fensterbrett gekauft, weil ich den Duft schon zu Mathildas Geburt so angenehm gefunden hatte.
Gegen 20.00 Uhr hatte ich das Gefühl, dass etwas in Gang käme. Bis auf eine einzelne Wehe hier und da war zwar äußerlich nichts anders, aber da war was. Interessanterweise hatte Larissa daheim auch so ein Gefühl gehabt und stand dann schon eher als geplant wieder vor unserer Tür. Sie dekorierte mangels Duftlampe unseren Wohnzimmerleuchter mit ölgetränkten Klopapierstreifen. Auch schön. :-) Es war natürlich ein wehenanregendes Öl. Und obwohl ich so ein Duftzeugs sonst gar nicht leiden kann, fand ich diesen Geruch total angenehm. Der Körper weiß eben, was er braucht. Weiter gings mit einem Einlauf, der natürlich kein Ergebnis außer dem in jedem Fall zu erwartenden brachte. Bauchmassagen mit wehenanregendem Öl wirkten da schon besser und wir konnten die eine oder andere Wehe verzeichnen.Auch wenn das jetzt irgendwie klingt, als ob wir krampfhaft versucht hätten, Wehen herbeizuzaubern, war das überhaupt nicht so. Die Atmosphäre war ganz entspannt, wir hatten viel Spaß und das Gefühl, dass schon alles seinen Gang gehen wird. Deswegen gingen wir dann auch alle erstmal wieder ins Bett. Die zweite Nacht nun schon. Ich blieb allerdings nicht lange liegen. Nun begann sich doch endlich was zu tun. Ca. 24 Stunden nach dem Blasensprung weckte ich dann die Hebamme, weil es sich so langsam nach Geburtswehen anfühlte. Wir begaben uns also gemeinsam ins Schlafzimmer und warteten erstmal weiter, ab jetzt eben mit Wehen. Sie wurden dann auch bald so stark, dass ich nach bisheriger Erfahrung meinte, es könne nicht mehr lange dauern. Auch der entsprechende Druck war da. Also wurde gegen 3.00 Uhr nachts Raphael geweckt.

So wurde weiter gewartet - wir drei und die Hebamme. Die Oma fieberte im Wohnzimmer mit und hätte jederzeit Raphael übernommen, wenn seine Anwesenheit ihm selbst oder mir zu viel geworden wäre. Ich sehe hier entspannter aus, als ich mich fühlte. :-) Es wehte und wehte und wehte ... Aber sonst nix.

Immer wieder hatte ich das Bedürfnis, ein Stück zu laufen oder wenigstens aufrecht zu knien. Ein neues Gefühl beim 3. Kind, dessen Sinn mir später klar wurde.Raphael wurde die Sache nun doch zu langwierig und er ging zur Oma, um sich vorlesen zu lassen. Das war definitiv spannender als das, was sein Schwesterlein da mit der Mama anstellte. :-)Mein Zeitgefühl war inzwischen völlig abhanden gekommen. Als Larissa vorschlug, dass wir mal die tiefe Hocke versuchen, um dem Baby voran zu helfen, musste ich vom Bett auf den Boden gelangen. Als dabei mein Blick aus dem Fenster auf die Gartenanlage fiel, stellte ich mit Erstaunen fest, dass wieder die Sonne schien! Was für einen schönen Geburtstag sich das Käferchen da ausgesucht hatte! Frisch, voller rosa Kletterrosen, bunter Blumen und Vogelgesang. Den Augenblick werd ich wohl nie vergessen. Wunderschön! Trotzdem hieß es erstmal weiterkämpfen. Mittendrin kam die zweite Hebamme und musste sich erstmal um meinen Mann kümmern, dessen Kreislauf wohl der Aufregung und dem Schlaf- und Kaffeemangel nachgab. Dummerweise hing ich zwischen seinen Beinen und hätte mich da nicht mehr wegbewegen können. Aber er saß ja auf dem Bett, musste sich nur nach hinten fallen lassen und war mit ein paar Schlucken Cola und einem kühlen Tuch auf der Stirn schnell wieder auf die Beine gebracht. Dann bestellte Larissa schnell frischen Kaffee. Als sie zur 2. Hebamme meinte, sie könne Milch und Zucker noch mitbringen, war mein einziger Gedanke: "Och nööö, es dauert noch ..." Denn für den Dammschutz braucht man den Kaffee schwarz. Irgendwie bekam ich noch mit, wie sich eine Tasse Kaffee über den Boden ergoss. Komisch, was für Momentaufnahmen hängen bleiben. Ich kämpfte mit aller Kraft, was auch nicht ganz leise vonstatten ging. Deswegen winkte ich ab, als ich gefragt wurde, ob Raphael geholt werden sollte. Das wäre ihm wahrscheinlich doch unheimlich geworden. Und schließlich kam unser Baby um 6.39 Uhr doch angeschlüpft und sofort war allen klar, warum es so viel Mühe gekostet hatte: Ein Sternguckerle! Tja, wenn man sich so einen Tag aussucht, will man eben wirklich das Licht und nicht den Fußboden der Welt erblicken. Versteh ich ja irgendwie.Da lag sie, klein, lebendig und erstaunt über die Welt . Jetzt wurde sofort Raphael geholt, der kein Problem damit hatte, dass er den eigentlichen Geburtsmoment verpasst hatte. Er freute sich und fing gleich an, für sein Schwesterchen zu sorgen. Er meinte, wenn sie so weint, müsste sie doch genommen werden. Das sah ich auch so. Aber wir zwei hingen ja noch aneinander und zwischen den Beinen des frischgebackenen 3fachen Papas. Wir mussten erstmal mit vereinten Kräften aufs Bett bugsiert werden. Dann konnte endlich gekuschelt werden. Emilia war sehr aktiv und robbte sofort los, um die Milchquelle zu finden.

Dabei durfte in aller Ruhe die Nabelschnur auspulsieren. Da dem Kindsvater, der sonst tapfer alles mitmacht, das Durchschneiden nicht geheuer ist, wurde Raphael gefragt, ob er es tun möchte. Der antwortete mit stolz geschwellter Brust: "Ja, ich bin doch ein guter Bruder!". Mit Hilfe der Hebamme machte er seinen Job auch wirklich gut.
Inzwischen war auch Mathilda aufgewacht und schaute sich ihr Schwesterchen und überhaupt das Ganze erstaunt an.
Die Sache mit der Plazenta fanden beide Kinder sehr interessant und kein bisschen eklig und ließen sich von den Hebammen alles genau zeigen und erklären.

Die zweite Hebamme, Angie, eine ganz liebe junge Frau, die mit den Kindern toll umgehen konnte, schlug vor, dass sie gemeinsam mit den Kindern ein Geburtslied für Emilia singen. Und das taten sie: "Wie schön, dass du geboren bist ...". Raphael sang hingebungsvoll und erstaunlich textsicher mit. (Ist wohl im Kindergarten das Standardgeburtstagslied.) Danach meinte er aus vollem Herzen: "Danke Mama, dass du das Emilchen ausgebrütet hast!" Schon allein der Satz war alle Mühen wert. :-)

Hebamme Larissa (deren Erlaubnis ich habe, dieses Foto zu veröffentlichen ;-) ) schaute noch gemeinsam mit den Kindern, ob Emilchen und ich das Stillen gut gemeinsam hinkriegen. Irgendwann wurden natürlich auch noch die technischen Daten des neuen Erdenbürgers erhoben und die U1 gemacht. Aber wie und wann, das gehört nicht zu den Informationen, die mein erschöpftes Hirn an dem Tag dauerhaft gespeichert hat. ;-)

Ein erstes Geschwisterfoto ist natürlich ein Muss. Raphael wollte unbedingt sein geliebtes Schwesterchen mal im Arm halten. Und Emilia hatte nichts dagegen, auch wenn das Geschick dazu noch etwas zu wünschen übrig ließ. Sie wusste wohl, dass wir in der Nähe sind und aufpassen. :-)

Ja, da war sie nun. So winzig klein und süß. Ein Wunder, das jetzt zu uns gehört!
Tja, so war das mit der Hausgeburt. Lang, anstrengend und trotzdem ganz entspannt und wunderschön. Ich würde es jederzeit wieder so und nicht anders machen.
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Wie ein Weihnachtselfchen ...

Himmelblau und Sommerbunt - 5 Dezember, 2011 - 08:45
... sieht unser kleiner Käfer in seinem neuesten genähten Teil aus, finde ich. Ein Amelinchen hat Emilia bekommen aus einem kuscheligen grünen Nicki, an dem ich einfach nicht vorbeikam, ohne ihn mitzunehmen. Die kleine Dame findet das leuchtend bunte Kleidchen selbst so toll, dass sie es sofort in den Mund steckt, wenn sie's erwischt. :-)
Größe 62/68 in der schmaleren Zuschnittvariante. An unserem zarten Mäuslein sitzt es trotzdem noch ziemlich locker. Macht aber nichts, so wird es schön lange passen.
Bevor sich jemand beschwert ;-) - sind hier natürlich auch noch Modelfotos. Nicht so einfach, welche zu bekommen, wo das Model nicht das Kleid oder irgendwas anderes in den Mund steckt. Die Zähnchen schieben wohl mächtig irgendwo da drinnen und die hier gerade genüsslich bearbeitete Zahnbürstenvorstufe für Babys ist momentan seeehr beliebt.
Und hier noch mal unterwegs. Denn wenn man so was Schickes hat, wird es natürlich gleich ausgeführt. Das süße Weihnachtselfchen konnte auch im schwedischen Möbelhaus einige bewundernde Blicke auf sich ziehen. :-) Wir waren gestern unserem Prinzip, sonntags grundsätzlich nicht einkaufen zu gehen, mal untreu. Allerdings nicht wegen des Konsums, sondern aus kulturellen Gründen. Es gab am Nachmittag nämlich eine verkürzte Aufführung der Kinderoper "Petterson und Findus und der Hahn im Korb" durch die Landesbühnen Sachsen. Schön wars. Für unsere noch recht kleinen Kinder war die Länge von einer reichlichen halben Stunde genau richtig. Und auch die Geschichte haben sie im Wesentlichen verstanden. Die Kulissen waren so liebevoll gestaltet, dass es auch, bevor es losging, schon ganz viel zu gucken gab. Vor allem für nicht mehr ganz so kleine Leute mit etwas Ausdauer zum Sitzen kann ich einen Besuch an den Landesbühnen zur Vollversion der Oper nur empfehlen.
Kategorien: Kreatives

Misch'n possible

Himmelblau und Sommerbunt - 28 November, 2011 - 16:41
Plätzchen backen hieß die Mission. Und so traten meine beiden Küchenhelfer zum Einsatz an:
Aus irgendeinem Grund hielten sie Sonnenbrillen für die passende Ausrüstung bei dieser verantwortungsvollen und streng geheimen Tätigkeit. :-D
Fleißig und ausdauernd (jedenfalls von einem der Bäckereigehilfen, und das war NICHT der größere ;-) ) wurde gemischt: Mehl, Butter, Zucker, Eier ..., dann mit wachsender Professionalität geformt, akribisch mit gehackten Mandeln bestreut, vorsichtshalber Marmelade und Kuvertüre vorgekostet, ... was eben so sein muss beim Plätzchen backen. ;-)
Und da haben wir die Ergebnisse der Mühen:
Lecker ist's. Wir beherrschen uns jetzt sehr, damit die Herrlichkeit nicht all zu schnell dahin ist. :-D
Kategorien: Kreatives

Es weihnachtet - schon wieder!

Himmelblau und Sommerbunt - 27 November, 2011 - 15:58
Ja, auch dieses Jahr kommt die stille Zeit mal wieder viel zu schnell. Warum ist das nur immer so? Da schwört man sich jedes Jahr, beim nächsten Mal nun aber wirklich früher mit den Vorbereitungen zu beginnen. Aber schafft man es? Natürlich nicht. Man denkt wohl ab und zu dran, aber es gibt ja so viel anderes zu tun. Außerdem ist noch massig Zeit. Und dann, ups!, da ist er wieder, der alljährliche Weihnachtsstress. :-)
Trotzdem, auch wenn eben nicht pünktlich am 1. Advent die ganze Wohnung festlich dekoriert und perfekt geputzt erstrahlt, nicht alle geplanten Plätzchensorten in ihren Dosen schon ihrer ach so schnellen Vernichtung harren und auch nicht sämtliche Weihnachtsgeschenke mehr oder weniger gut versteckt sind - wir lassen uns die Weihnachtsfreude nicht verderben. So kommt eben jeden Tag ein neues Stück Deko zum Freuen dazu. Und immer wieder mal duftet es verführerisch nach Plätzchen aus der Küche. (Plätzchen backen mit Stillbaby ist aber auch eine echte Herausforderung! ;-) )
Und so schlecht sind wir dann doch wieder nicht. 4 Plätzchensorten dürfen wir heute schon genießen. Und einige Weihnachtsgeschenke werden auch schon im Schrank gehütet. Mehr als in den letzten Jahren, wage ich fast zu behaupten. Und auf alle Fälle gabs wieder ein gemütliches Adventsfrühstück bei Kerzenschein am hübsch gedeckten Tisch. Die Tradition wurde schon bei uns zu Hause früher gepflegt und soll auch in meiner eigenen Familie erhalten bleiben. Weihnachten ist eben das, was man draus macht. Und in Familie ist es am schönsten.
Ein bisschen Deko ist natürlich da. Hach, jedes Jahr wieder freue ich mich auf meinen Herrnhuter Stern!
Und ich hab sogar ein bisschen was genäht. Die Herzen sind entstanden, weil ich mal irgendwo die vielen unterschiedlichen ererbten Perlmuttknöpfchen verwenden wollte. Ich finde den Glanz so hübsch und dachte, zur rot-weißen Weihnachtsdeko würden die gut passen.

So, dann wollen wir mal die Plätzchen rausholen und die Kerzen anzünden. Und allen lieben Lesern wünsche ich eine wunderbare Weihnachtszeit!
Kategorien: Kreatives

Der kreative Nachwuchs kommt!

Himmelblau und Sommerbunt - 24 November, 2011 - 14:13
Ich weiß, ich weiß - es gibt größere Sensationen als das hier:
Als Mama darf ich aber angesichts dieses Kunstwerks durchaus hin und weg sein. Das ist Mathildas erste selbständige Bastelarbeit! Ohne jede Anregung und Hilfe hat sie sich buntes Papier und einen Leimstift geschnappt und losgebastelt - einen Vogel. Und erstaunlicherweise ist er sogar zu erkennen. Alles dran: Körper, Flügel, Schwanz, Schnabel, Augen. Für eine 3jährige nicht schlecht, oder? Ich finds toll! :-)Sogar Raphael war beeindruckt und hat seine Schwester gebeten, ihm auch so einen schönen Vogel zu basteln, denn sie wäre (O-Ton Raphael) "kreativer als er, weil er ja so viel damit zu tun hat, mit Lego zu bauen". :-D Nicht, dass das keine kreative Tätigkeit wäre. Raphael baut grundsätzlich nicht das, was das Legoset vorgibt, sondern ganz eigene architektonische Kreationen, zu denen er dann auch ausführliche Geschichten liefert - was, warum so und wofür wird es gebraucht. Kürzlich trat zum Beispiel eine Weltraumpizzeria in den Orbit unserer Wohnung ein. Damit fliegt die Pizzabäckerin normalerweise durch den Weltraum und gibt kostenlos Pizza an bedürftige Astronauten ab. Weil die nämlich schon so viel Geld hat, dachte sie, sie macht das einfach mal, um den Menschen eine Freude zu machen. Wenn die Story nicht kreativ ist, weiß ich auch nicht ...Ich glaube, Nachwuchssorgen im Kreativbereich haben wir jedenfalls nicht. :-D
Kategorien: Kreatives

Küche frei ...

Himmelblau und Sommerbunt - 19 November, 2011 - 12:23
... für die Weihnachtsbäckerei! Schon wieder wird es Zeit für Plätzchen, Makronen, Vanillekipferl und Co.. Hmmmmm! (Wenn nur die ganze Arbeit nicht wäre ...;-) ) Damit außer der Küche nicht auch noch Hose und Pullover zu arg in Mitleidenschaft gezogen werden, brauchts eine hübsche Schürze. Hiermit habe ich kurz vor dem diesjährigen Startschuss zur Mehlschlacht schnell noch (endlich!) den lang gehegten Wunsch meiner Schwägerin in spe erfüllt:



(Gar nicht so einfach, eine Schürze zu fotographieren, für die gerade kein passendes Model zur Verfügung steht. ;-) )Schnitt selbst gebastelt.
Kategorien: Kreatives

Am Sonntag bei uns ...

Himmelblau und Sommerbunt - 15 November, 2011 - 14:23
... wurde diese Woche, eingedenk der guten Vorsätze, mal wieder das Waffeleisen aus seinem Schlaf im obersten Schrankfach geweckt. Lecker!

Auch Raphael konnte gar nicht genug von den Waffeln kriegen. (Tilda mochte leider nix. Bei uns werden gerade diverse Magen-Darm- und Erkältungserscheinungen in der Familie rumgereicht. :-( ) Noch eine und noch eine sollte es sein. Als dem Papa so langsam Zweifel kamen, ob eine weitere wirklich gut wäre, erklärte Raphael: "Ich mag eben die Waffeln so gern. Tja, Papa, ohne Freude gehts eben nicht im Leben." So langsam entwickelt er sich zum echten Miniphilosophen. :-D Aber er hat schon recht. Auch so einfache süße Genüsse können viel Freude machen. Und die brauche ich auch. Lieber etwas weicher und runder und dabei entspannt, als Modelmaße, die einige Frauen dieser Welt eben nur mittels strenger Diät und sportlicher Anstrengungen erreichen könnten (Eigentlich nicht mal das - die fehlende Länge lässt sich nun mal gar nicht nachrüsten. ;-) ). Für beides fehlen im Baby-Kinder-Familienalltag sowohl Zeit als auch Nerven. Also verschwenden wir keine unnötigen Gedanken daran und genießen einfach die Freude unserer süßen Sonntage!
Kategorien: Kreatives

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